1.Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge zwischen dem im Impressum genannten Unternehmen (nachfolgend „Anbieter“) und seinen Kunden (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung unter der Marke Tracera (nachfolgend „Dienst“).
Die AGB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (§§ 14, 310 Abs. 1 BGB). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern erfolgt nicht.
2.Vertragsgegenstand und Leistungen
Gegenstand des Vertrags ist die entgeltliche Bereitstellung der Tracera-Anwendung zur Planung, Zuweisung und Dokumentation von Glasfaser-Hausanschluss-Montageeinsätzen über das Internet als SaaS-Dienst.
Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweils gewählten Tarif (siehe Preisseite) sowie aus den ergänzenden Beschreibungen im Dienst selbst. Nicht geschuldet ist die Bereitstellung der Internetverbindung des Kunden.
3.Vertragsschluss
Die Darstellung des Dienstes stellt kein bindendes Angebot dar. Mit der Auswahl eines Tarifs und dem Absenden des Bestell- bzw. Registrierungsformulars gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.
Der Vertrag kommt durch Annahme des Anbieters zustande, spätestens jedoch durch die Freischaltung des Zugangs.
Die Vertragssprache ist Deutsch.
4.Zugang, Nutzerkonten und Mitwirkungspflichten
Die Nutzung des Dienstes erfolgt über passwortgeschützte Nutzerkonten. Der Kunde ist verpflichtet, die Zugangsdaten sicher zu verwahren und unbefugten Dritten keinen Zugriff zu gewähren.
Der Kunde verantwortet das Anlegen und Deaktivieren seiner Nutzerkonten. Für alle Handlungen, die über seine Konten erfolgen, haftet der Kunde im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.
Der Kunde stellt sicher, dass er alle rechtlich erforderlichen Einwilligungen und Hinweise gegenüber seinen Mitarbeitenden und ggf. betroffenen Dritten einholt, soweit er diese als Nutzer des Dienstes einsetzt.
5.Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Jahresmittel, gemessen am Zugang über das Internet am Übergabepunkt des vom Anbieter eingesetzten Hosting-Providers.
Ausgenommen sind Zeiten höherer Gewalt, Zeiten für notwendige Wartungen sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. beim Infrastrukturanbieter).
Planbare Wartungsarbeiten kündigt der Anbieter nach Möglichkeit vorab an und legt sie in nutzungsarme Zeiten.
6.Vergütung, Rechnung und Verzug
Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem gewählten Tarif. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich). Die Zahlung wird über den Zahlungsdienstleister Stripe abgewickelt.
Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, nach vorheriger Mahnung und angemessener Nachfrist den Zugang zu sperren. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.
7.Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, soweit im gewählten Tarif nichts anderes bestimmt ist.
Monatliche Tarife können mit einer Frist von sieben Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden. Jahrespläne können mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der aktuellen Laufzeit gekündigt werden; andernfalls verlängern sie sich um weitere 12 Monate.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. per E-Mail an info@tracera.de) oder können über die Kontoverwaltung erklärt werden.
8.Änderungen der Leistungen und AGB
Der Anbieter kann den Funktionsumfang des Dienstes weiterentwickeln, sofern dies für den Kunden zumutbar ist und die Kernfunktionen erhalten bleiben.
Der Anbieter kann diese AGB anpassen, sofern dies zur Wahrung der Vertragsparität oder aus rechtlichen Gründen erforderlich ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb dieser Frist, gelten sie als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter gesondert hin.
9.Daten des Kunden und Datenschutz
Der Kunde bleibt Eigentümer und datenschutzrechtlich Verantwortlicher für die von ihm im Dienst gespeicherten Daten. Der Anbieter verarbeitet diese Daten ausschließlich weisungsgemäß im Rahmen der Auftragsverarbeitung.
Die Parteien schließen hierzu einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO; dieser ist auf Anfrage verfügbar oder steht im Dienst bereit.
Weitere Hinweise zur Datenverarbeitung im Übrigen ergeben sich aus unserer Datenschutzerklärung.
10.Mängelrechte
Der Anbieter gewährleistet eine der Leistungsbeschreibung entsprechende Beschaffenheit des Dienstes. Bei erheblichen und reproduzierbaren Mängeln gelten die gesetzlichen Vorschriften mit folgenden Maßgaben:
Der verschuldensunabhängige Anspruch auf Schadensersatz wegen anfänglicher Mängel gemäß § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.
Der Kunde ist verpflichtet, Mängel unverzüglich schriftlich oder in Textform zu rügen und dem Anbieter die zur Mängelbeseitigung erforderlichen Informationen zu überlassen.
11.Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) haftet der Anbieter der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf.
Eine weitergehende Haftung – insbesondere für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverluste, die bei ordnungsgemäßer Datensicherung hätten vermieden werden können – ist ausgeschlossen.
Der Kunde ist verpflichtet, eine angemessene, eigene Sicherung seiner Daten vorzunehmen; der Dienst ersetzt kein Backup.
12.Nutzungsrechte
Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, den Dienst im vereinbarten Umfang zu nutzen.
Das Recht ist beschränkt auf den vertragsgemäßen Gebrauch; eine Weitergabe an Dritte oder ein Betrieb als eigenes Angebot (White-Labeling) ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters zulässig.
13.Schlussbestimmungen
Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle unwirksamer Bestimmungen tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.